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03.11.2018, VW-Arena, Bundesliga |
Bereits 21 Spielzeiten haben der VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund in der Bundesliga
zusammen verbracht und zwar ununterbrochen, seit die Wölfe 1997 auf- und keiner von beiden
seitdem nochmal abestiegen sind. Man könnte also schon fast von einem Traditionsduell sprechen,
obwohl das wohl niemand täte, wobei die Bilanz eindeutig für den BVB spricht, der selbst in
Wolfsburg mit 10 Siegen, fünf Unentschieden und sechs Niederlagen eindeutig im Plus ist, die
schlimmste Niederlage für Schwarz-Gelb gab es nicht in der Bundesliga, sondern im DFB-Pokal,
wo die Wölfe 2015 im Finale mit 3:1 die Oberhand behielten und dem BVB nur der zweite Platz
blieb. Aktuell hat Borussia Dortmund einen Lauf, auch wenn man zuletzt gegen die Berliner
Clubs von Hertha und Union seine Probleme hatte - Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia ist in
der Pressekonferenz vor dem Spiel dann auch zum scherzen aufgelegt und sagt, er erwarte "ein
leichtes Spiel", wenn der BVB schon gegen einen Zweitligisten "nur mit Mühe" gewinnen könne,
um den Gegner dann im Ernst als "das Maß aller Dinge" und "auf Augenhöhe mit dem FC Bayern"
zu bezeichnen.
Die Partie findet zwar auf hohem Tempo statt, aber beide Clubs agieren eher verhalten, der
VfL wohl mit Blick auf den heutigen Gegner und der BVB mit Blick auf die kommende Aufgabe in
der Champions League bei Atlético Madrid. So gibt es wenig spektakuläre Szenen, aber dann
sind es doch die Gäste, die zuschlagen - Thomas Delaney geling eine eher unfreiwillige
Kopfballvorlage, der der Ball sollte wohl eher auf's Tor gehen, verfehlt aber das lange Eck
und Marco Reus hat so freue Schußbahn. Bis zur Pause tut sich nicht mehr viel und im zweiten
Abschnitt müssen die Wölfe offener agieren, aber ein Treffer bleibt dem Heimteam versagt, auch,
wenn es ein oder zweimal knapp wird und man einmal Elfmeter fordert, nachdem Axel Zagadou
einen Kopfball aus kürzester Distanz an die Hand bekommt, Referee Daniel Siebert aber weder Absicht noch
unnatürliche Körperhaltung ausmachen kann und kurz vor Schluß Foulelfmeter, wieder mit Zagadou
in der Hauptrolle, der Marcel Tisserand kurz, aber grenzwertig fest hält.
Wolfsburg gilt nicht unbdedingt als Stimmungshochburg, aber heute ist bei der Partie
richtig was los, was freilich mehr an den Anhängern der Gäste liegt. Diejenigen, die sich
zum eher unbeliebten Auswärtsspiel an Mittelland-Kanal und "Autostadt" aufraffen konnte,
lassen sich heute von den Ultragruppen angefeuert zu durchgängigem Support motivieren und
stärken ihrem Team durchgängig der Rücken, wobei sicher auch der knappe Spiel und dessen immer
offener Ausgang eine Rolle spielt. Bei den Grün-Weißen wird natürlich auch unterstützt, aber
das beschränkt sich auf ein recht kleines Grüppchen hinter dem Tor, während das restliches
Stadion über den Großteil des Spiels doch sehr ruhig bleibt.
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